Jan Banze / HWK OWL
Dr. Jens Prager (v. l.), Hauptgeschäftsführer der HWK OWL, Dr. Maribel Illig, Geschäftsführerin und Leiterin des Berufsbildungszentrums, der Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze und Kammerpräsident Peter Eul.

29. Oktober 2026Bildung im Handwerk sichern

Der Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze besuchte die Handwerkskammer OWL zu Bielefeld und das dazugehörige Berufsbildungszentrum auf dem Campus Handwerk. Empfangen wurde er von Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer, Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, und Dr. Maribel Illig, Geschäftsführerin und Leiterin des Berufsbildungszentrums. Anlass des Treffens war die Übergangsregelung für die Beschäftigung selbstständiger Lehrkräfte, die viele Bildungseinrichtungen in der Umsetzung vor große Herausforderungen stellt.

„Die selbstständigen Dozentinnen und Dozenten bringen aktuelles Praxiswissen aus Handwerksbetrieben, der Handwerksorganisation und weiteren Fachbereichen in die Bildungsarbeit ein“, erklärte Maribel Illig. Selbstständige Lehrkräfte seien beispielsweise Beschäftigte aus Handwerksbetrieben, Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber oder andere Expertinnen und Experten. Für viele nebenberuflich tätige Lehrkräfte kommt eine Anstellung nicht infrage, weil sie bereits hauptberuflich beschäftigt sind oder einen eigenen Betrieb führen. Stünden sie den Bildungszentren nicht zur Verfügung, ließen sich ihre Erfahrung und ihr Fachwissen nur schwer ersetzen, so Illig.

Die Vertreter der Handwerkskammer baten Schwartze, diese Tatsachen bei der Ausarbeitung des Gesetzentwurfs zu berücksichtigen. Die Folgen eines Entwurfs, der diese Belange nicht berücksichtigt, wären deutlich spürbar: Bildungsangebote müssten reduziert werden, und Spezialthemen könnten schwieriger abgedeckt werden. Das wäre angesichts der Herausforderungen durch Digitalisierung, Energiewende und technologischer Transformation ein falsches Signal. „Das Handwerk muss seine Qualifizierungsangebote ausbauen, nicht einschränken“, erklärte Illig.