Hirschmeier Media/ HWK OWL

Christian Schmidt sieht optimistisch in die Zukunft des Ehrenamtes.Ehrensache Handwerk: Christian Schmidt

„Wir sind auf dem richtigen Weg!“

Christian Schmidt sieht optimistisch in die Zukunft des Ehrenamtes.



„Für mich sind Prüfungssituationen wie Urlaub vom Betrieb“, schmunzelt Christian Schmidt, Tischlermeister und Holztechniker, im Interview. Der 59-Jährige blickt auf eine lange Karriere im Handwerk und Ehrenamt zurück. Seit fast 30 Jahren führt er einen eigenen Betrieb mit aktuell zwölf Angestellten in Horn-Bad Meinberg. Im Gespräch erklärt er, welche Prüfungssituationen sich für ihn wie Urlaub anfühlen und wie das mit seinem Ehrenamt zusammenhängt.



Jahrzehntelang im Ehrenamt

Ehrenamtliches Engagement ist in allen gesellschaftlichen Bereichen wichtig. Christian Schmidt unterstützt seit über 40 Jahren die Freiwillige Feuerwehr. „Bis vor eineinhalb Jahren leitete ich noch eine Einheit mit knapp 40 Kameraden“, erzählt der Handwerker. Beinahe genauso lange engagiert er sich außerdem ehrenamtlich im Handwerk. Er ist Vorstandsmitglied der Tischler-Innung Lippe und wurde vor zwei Jahren zum Obermeister gewählt. Zusätzlich engagiert er sich im Prüfungsausschuss.



„Keine Zeit: Das ist für einen strukturierten Menschen eine Ausrede.“

Schmidt lässt die Ausrede, keine Zeit für das Ehrenamt zu haben, nicht durchgehen. „Für einen strukturierten Menschen ist das eine Ausrede“, bemerkt er. Außerdem sei die Zeit, die er in Prüfungen verbringe, für ihn wie Urlaub. „Prüfungssituationen im Ausschuss sind für mich wie Urlaub vom Betrieb. Da kann ich selbst sehr viel Kraft gewinnen.“ Wenn er ehemalige Gesellenprüflinge als Meisterschülerinnen und -schüler wiedertreffe, sei das für ihn die Bestätigung, dass er im Ehrenamt den richtigen Weg gehe.



 Optimistischer Blick auf die Zukunft des Ehrenamtes

„Man muss nicht immer alles schlecht reden“, so Schmidt. Zwar seien Ehrenamtstätigkeiten in einigen Bereichen rückläufig, doch er sehe auch viel Bereitschaft, sich zu engagieren. „In unserem Vorstand der Innung sind viele von uns zwischen 50 und 60 Jahren alt. Natürlich ist es wichtig, dass wir Nachwuchs gewinnen. Doch wir sind auf dem richtigen Weg“, erklärt der Obermeister.

Hirschmeier Media