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Die Maler- und Lackierermeisterin ist schon seit 30 Jahren ehrenamtlich tätig.Ehrensache Handwerk: Sabine Voss-Stirn

„Das Ehrenamt werden wir immer brauchen!“

Für Sabine Voss-Stirn hat das Ehrenamt Priorität



Sabine Voss-Stirn engagiert sich bereits seit 30 Jahren im handwerklichen Ehrenamt. Doch von einem ehrenamtlichen Alltagstrott keine Spur. Im Interview verrät die Paderborner Maler- und Lackierermeisterin, warum sie dem Ehrenamt schon so lange die Treue hält und wie sie die Zukunft des Ehrenamtes sieht. Die Ausbildung junger Handwerkerinnen und Handwerker liegt ihr dabei besonders am Herzen.



Eine Frau in einer Männerdomäne

Sabine Voss-Stirn ist Handwerkerin und arbeitet in einem als männerdominiert geltenden Gewerk: dem Maler- und Lackiererhandwerk mit dem Schwerpunkt Fahrzeuglackierung. Die Meisterin doziert im Malerbildungszentrum. Und ganz treffend knüpft ihr Ehrenamt an ihre hauptamtliche Arbeit an.



Hier hat Ehrenamt Priorität

Seit 30 Jahren unterstützt Voss-Stirn den Gesellenprüfungsausschuss der Fahrzeuglackierer*innen in der Handwerkskammer OWL zu Bielefeld. Vor gut 15 Jahren trat sie zusätzlich dem Meisterprüfungsausschuss bei.

Diese Arbeit erfüllt Voss-Stirn: „Mir gefällt am Ehrenamt, die Entwicklung der jungen Leute zu sehen. Ich begleite sie von ihren ersten unsicheren Schritten, bis sie zu souveränen Handwerker*innen werden.“

Dabei würde sie insbesondere in den Prüfungssituationen immer wieder ungefilterte Emotionen der Nachwuchshandwerker*innen erleben. „Ich sehe dort Erleichterung, pure Freude, aber leider auch manchmal Trauer.“ Das Ehrenamt hat für Voss-Stirn Priorität: „Wenn ich etwas will, dann finde ich die Zeit, ansonsten finde ich Ausreden.“



„Das Ehrenamt wird man immer brauchen!“

Für Voss-Stirn ist das ganz klar: „Ohne Ehrenamt geht nichts. Wir werden das Ehrenamt immer brauchen!“ Um Menschen dafür zu gewinnen, müsse man sie einfach ansprechen und mitnehmen. So ähnlich verlief auch ihr eigener Weg ins Ehrenamt: „Ich wurde angesprochen, habe mir den Ausschuss angesehen und bin einfach geblieben.“

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