Peter Eul (von links), Stefanie Kost, Falko Heise, Mara Ladewig und Maike Krüger,
HWK OWL
Kammerpräsident Peter Eul (von links), Ausbilderin Stefanie Kost, Geschäftsführer der Stiftung Eben-Ezer Falko Heise, Bundessiegerin Mara Ladewig und Maike Krüger, Geschäftsführerin der Stiftung Eben-Ezer

3. Februar 2026Eine deutsche Meisterin auf ihrem Gebiet

Mit Präzision und Feingefühl: Die Textilreinigerin Mara Ladewig ließ beim Bundeswettbewerb „Deutsche Meisterschaft im Handwerk – German Crafts Skills“ die Konkurrenz hinter sich. Nach ihrem Sieg auf Kammer- und Landesebene erzielte sie auf Bundesebene ein weiteres Mal den ersten Platz.

Die junge Frau absolvierte ihre Ausbildung bei der Wäscherei der Stiftung Eben-Ezer der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Lemgo. Dort überreichte ihr Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, die vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und dem Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Jörg Dittrich, unterzeichnete Urkunde für ihren Sieg. In diesem Jahr erhielten die Preisträgerinnen und Preisträger zudem einen Scheck in Höhe von 500 Euro als Anerkennung für ihre herausragende Leistung.

Kammerpräsident Eul betonte: „Für die Zukunft des Handwerks ist es ein großer Erfolg, wenn eine junge Handwerkerin unbeirrt ihren Weg geht.“ Dabei verlief Ladewigs Weg ins Handwerk nicht gradlinig. „Nach meiner Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin und meinem Studium fühle ich mich jetzt goldrichtig angekommen“, erklärte die 27-Jährige. Sie beginne demnächst die durch ein Stipendium geförderte Meisterausbildung und sehe ihre Zukunft weiterhin bei der Stiftung Eben-Ezer.

Nicht nur Ladewig, sondern auch der Ausbildungsbetrieb erhielt eine Ehrenurkunde. „Die Wäscherei der Stiftung Eben-Ezer ist weit mehr als ein Ort, an dem Textilien gepflegt und gereinigt werden. Hier lernen junge Menschen wie Frau Ladewig nicht nur fachliches Können, sondern auch Verantwortung, Teamgeist und soziale Kompetenz“, würdigte Eul das Engagement der Vertreterinnen und Vertreter der Wäscherei.

Die Stiftung Eben-Ezer unterstützt Menschen mit besonderen Bedürfnissen. „Gerade an solchen Orten wird der sinnstiftende Charakter des Handwerks deutlich“, bemerkte der Kammerpräsident abschließend.