HWK OWL
Peter Eul, Präsident der HWK OWL, Christian Sauter, Bürgermeister der Gemeinde Extertal, und Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der HWK OWL (v.l.)

16. März 2026Extertaler Bürgermeister besucht Handwerkskammer

Der im vergangenen Jahr neugewählte Bürgermeister der Gemeinde Extertal, Christian Sauter (FDP), war zu einem handwerkspolitischen Austausch zu Besuch bei der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld (HWK OWL). Empfangen wurde er von Peter Eul, Präsident der HWK OWL, sowie von Hauptgeschäftsführer Dr. Jens Prager im Campus Handwerk in Bielefeld.

Im Mittelpunkt des Besuchs von Bürgermeister Sauter standen Fragen rund um die Situation des Handwerks in Extertal und der Nachwuchskräftesicherung. Seit Anfang des Jahres sind mit der Änderung der Gemeindeordnung die landesrechtlichen Schwellenwerte für kommunale Unterschwellenvergaben entfallen, wodurch den Kommunen mehr Freiheiten eingeräumt werden. Extertal nutzt diese Freiheiten durch den Verzicht auf eine eigene Satzung. Ein Vorgehen, das Präsident und Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer ausdrücklich unterstützen, da hiermit das heimische Handwerk vor Ort gestärkt wird. „Durch den Verzicht auf den Erlass einer eigenen Satzung nutzt die Gemeinde Extertal die Chance, die Entbürokratisierung zugunsten des regionalen Handwerks weiter voranzutreiben“, lobte Eul das Vorgehen der Kommune.

Ein starkes Handwerk zeichnet sich auch durch Ausbildungsperspektiven für junge Menschen aus. Der Extertaler Bürgermeister möchte junge Menschen in seiner Heimatgemeinde fördern und ihnen eine Perspektive geben, dazu gehören für ihn auch gute Ausbildungsangebote. In der Sekundarschule sei eine Ausbildungsbörse geplant, um Unternehmen und Ausbildungsinteressierte zusammenzubringen. Ein Vorgehen, das auch die HWK OWL begrüßt. „Ein positiver Ersteindruck von den hervorragenden Berufschancen im Handwerk ist essenziell, um junge Menschen für eine handwerkliche Ausbildung zu begeistern“, betonte Hauptgeschäftsführer Prager. Er wies darüber hinaus auf das Angebot der Handwerkskammer hin, Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter in die Schulklassen zu entsenden. Dabei handelt es sich um Auszubildende, die in den Klassen von ihrem Beruf berichten.

Um den Wirtschaftszweig Handwerk in Extertal zu fördern, plädieren Präsident und Hauptgeschäftsführer dafür, Genehmigungsverfahren, wann immer möglich, zu beschleunigen und die Verwaltung insgesamt wirtschaftsfreundlich aufzustellen. Das mache die Gemeinde als Standort für Gründungen oder Unternehmensnachfolgen attraktiv. Hinweisen auf „handwerkliche Schwarzarbeit“ sollte zum Schutz der heimischen Betriebe stets nachgegangen werden.