Bildzeile: (vorne v. l.) Vera Birthe Bratengeier, Teamleitung Fachkräftesicherung HWK OWL, Niklas Reuter, Co-Trainer, Kevin Stwolinski, Trainer der Frauen, Jonah Böttcher, Ragna Köstner, stellvertretenden Hauptgeschäftsführerin der HWK OWL, (hinten v. l.) Lukas Volkmann, Sportliche Leitung Aufbaubereich, Fabian Deeg, Nachwuchskoordinator und Trainer U21, Lukas Bachus, Athletiktrainer, Heike Bedner, Abteilungsleiterin der Frauen, Sven Schmidt, Cheftrainer der Frauen, Jonas Klöpping, Vertrieb Nachwuchs und Frauenfußball, und Roman Ollech, Teamleiter Ausbildungsberatung der HWK OWL
5. Oktober 2026Fußball trifft Handwerk im Campus Handwerk
Neun Trainerinnen und Trainer aus dem Frauen- und Jugendbereich von Arminia Bielefeld waren zu Gast bei der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld. Im Campus Handwerk informierten sie sich über Ausbildungsmöglichkeiten, die Vielfalt der Handwerksberufe und das Pilotprojekt „Freiwilliges HandwerksjahrPLUS“ (FHJ+). Im Mittelpunkt des Austauschs stand dabei eine Frage, die Verein und Handwerk gleichermaßen beschäftigt: Wie lassen sich junge Menschen für neue berufliche und persönliche Perspektiven gewinnen?
Ragna Köstner, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer OWL, begrüßte die Gäste. Anschließend führte Sven Nolte, stellvertretender Fachbereichsleiter für Intelligente Gebäudetechnik, die Gruppe durch die Werkstätten des Campus Handwerk. Vera Birthe Bratengeier, Teamleiterin Fachkräftesicherung, und Roman Ollech, Teamleiter Ausbildungsberatung, stellten danach die beruflichen Möglichkeiten im Handwerk und das FHJ+ vor. Im Gespräch zeigte sich, dass einige der Teilnehmenden bereits Berührungspunkte mit dem Handwerk haben, etwa durch Eltern im Handwerk oder einer eigenen handwerklichen Ausbildung. Gleichzeitig wurden die Parallelen zwischen Sport und Handwerk deutlich: Beide sind darauf angewiesen, junge Talente frühzeitig anzusprechen, ihre Stärken zu fördern und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
„Ob auf dem Fußballplatz oder im Handwerk: Nachwuchs braucht Vorbilder, Orientierung und die Möglichkeit, die eigenen Stärken praktisch zu entdecken“, betonte Ragna Köstner. Gerade Mädchen und junge Frauen wolle die Handwerkskammer OWL ermutigen, ihre Möglichkeiten ohne klassische Rollenbilder in den Blick zu nehmen. Vereine könnten dabei ebenso wie Schulen wichtige Impulsgeber für die Berufsorientierung sein, bekräftigte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer. Dass sich junge Frauen für das Handwerk interessieren, zeigen auch die bisherigen Erfahrungen mit dem JOBvision-Projekt FHJ+, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Soziales, Frauen und Jugend gefördert wird. Unter den Teilnehmenden ist das Verhältnis von jungen Frauen und Männern annähernd ausgeglichen. Das Pilotprojekt ermöglicht jungen Menschen, unterschiedliche Tätigkeitsfelder des Handwerks kennenzulernen und praktische Erfahrungen für ihre weitere Berufswahl zu sammeln.
Am Ende des Besuchs waren sich die Beteiligten einig, dass Sportvereine und Handwerk bei der Nachwuchsarbeit vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Frühzeitige Berufsorientierung und persönliche Einblicke können dazu beitragen, jungen Menschen neue Perspektiven zu eröffnen – und insbesondere Frauen für Bereiche zu gewinnen, in denen sie bislang noch unterrepräsentiert sind.