Rund 400 Meisterinnen und Meister, die 2025 ihre Prüfung abgelegten, haben inBielefeld ihren Meisterbrief erhalten
Thomas F. Starke / HWK OWL
Rund 400 Meisterinnen und Meister, die 2025 ihre Prüfung abgelegt haben, haben in der Stadthalle Bielefeld ihren Meisterbrief erhalten. Insgesamt 1.000 Gäste haben mit ihnen gefeiert. „Ich sehe Optimismus und Aufbruch. Ich sehe eine meisterliche Zukunft“, sagte Kammerpräsident Präsident Eul an die Meisterinnen und Meister gerichtet.

27. April 2026Große Meisterfeier in Bielefeld

Die große Meisterfeier der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld unter dem Motto „Die Zukunft gehört EUCH“ fand in der Stadthalle Bielefeld statt. Rund 400 Meisterinnen und Meister der „Klasse von 2025“ aus 14 Gewerken, erhielten von Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer, und Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer, ihre Meisterbriefe. Geprüfte Betriebswirtinnen und -wirte (HwO) bekamen ebenfalls ihre Abschlusszeugnisse überreicht. Insgesamt nahmen knapp 1000 geladene Gäste an der kurzweiligen Festveranstaltung teil.

„Ich sehe Optimismus und Aufbruch. Ich sehe eine meisterliche Zukunft“, sagte Präsident Eul, an die Meisterinnen und Meister gerichtet. „Mögen die politischen und wirtschaftlichen Umstände noch so widrig sein: Das Handwerk ist eine zentrale Säule der Gesellschaft. Und Sie sind ein wichtiger Teil davon“, betonte der Präsident. Drei Bestprüflinge wurden auf der Meisterfeier besonders ausgezeichnet. Neben den Meisterbriefen erhielten sie von Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, und Hauptgeschäftsführer Dr. Jens Prager eine hochwertige, personalisierte Glasskulptur aus lupenreinem Kristallglas.

Die beste Meisterprüfung insgesamt legte Tischlermeister Johannes Teckentrup aus Rheda-Wiedenbrück ab. Nach dem Abitur am Einstein-Gymnasium in Rheda-Wiedenbrück absolvierte der inzwischen 29-Jährige zunächst einen Bundesfreiwilligendienst. Im Jahr 2016 begann er seine Ausbildung zum Tischler bei der Tischlerei Steinkämper GmbH in Rietberg, die er 2019 erfolgreich abschloss. Anschließend sammelte er dort weitere Berufserfahrungen als Geselle. Seinen beruflichen Weg ergänzte Teckentrup durch ein Studium an der Akademie für Gestaltung der Handwerkskammer Münster. Heute ist Johannes Teckentrup als Tischlermeister in seinem Ausbildungsbetrieb tätig.

Das zweitbeste Ergebnis bei den Meisterprüfungen insgesamt erreichte Installateur- und Heizungsbauermeister Gabriel Driesner. Nach seinem Abitur im Jahr 2020 entschied sich der Bielefelder bewusst für eine berufliche Laufbahn im Handwerk. Direkt nach dem Abitur begann er seine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bei der Ihde Gebäudetechnik GmbH in Bielefeld, die er aufgrund sehr guter Leistungen um ein Jahr verkürzen konnte. Seine Ausbildung schloss er zudem als Jahrgangsbester ab. Aktuell hat Gabriel Driesner eine Meisterstelle inne und verfolgt klar das Ziel, sich in naher Zukunft selbstständig zu machen.

Die drittbeste Meisterprüfung insgesamt legte Dorothea Plett aus Hövelhof ab. Erste berufliche Einblicke gewann die 23-jährige Konditormeisterin in der 9. Klasse während eines Praktikums im Café Wölke in Bielefeld-Sennestadt. Nach ihrem Schulabschluss im Jahr 2018 begann sie dort ihre Ausbildung zur Konditorin, die sie erfolgreich abschloss. 2024 begann sie ihre Meisterausbildung. In der Prüfungsphase war sie im vierten Monat schwanger – auch diese Herausforderung meisterte sie mit Bravour. Ende 2025 wurde ihr Sohn geboren. Die Arbeit mit Auszubildenden im Café Wölke hat in ihr den Wunsch geweckt, ihr Wissen künftig weiterzugeben und möglicherweise selbst zu unterrichten.






Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der HWK OWL (l.), und Peter Eul, Präsident der HWK OWL (r.), freuen sich mit den Prüfungsbesten Johannes Teckentrup (2. v. l.), Dorothea Plett (Mitte) und Gabriel Driesner (2. v. r.).
Thomas F. Starke / HWK OWL
Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der HWK OWL (l.), und Peter Eul, Präsident der HWK OWL (r.), freuen sich mit den Prüfungsbesten Johannes Teckentrup (2. v. l.), Dorothea Plett (Mitte) und Gabriel Driesner (2. v. r.).