Michael Hauphoff, Geschäftsführer der Josef HauphoffOWL, Robin Rieksneuwöhner,tPeter Eul und Dr. Jens Prager,
Josef Hauphoff GmbH
Michael Hauphoff, Geschäftsführer der Josef Hauphoff GmbH und Vorstand der Handwerkskammer OWL, Robin Rieksneuwöhner, Bürgermeister der Stadt Verl, Kammerpräsident Peter Eul und Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer OWL

16. Februar 2026Handwerk und Stadt Verl im Gespräch

Vertreter der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld und der Stadt Verl tauschten sich bei der Josef Hauphoff GmbH über Bürokratieabbau, beschleunigte Baugenehmigungen und Fachkräftesicherung aus. Michael Hauphoff, Geschäftsführer des Familienunternehmens und Vorstandsmitglied der Handwerkskammer OWL, empfing Kammerpräsident Peter Eul, Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer OWL, sowie den Bürgermeister der Stadt Verl, Robin Rieksneuwöhner (CDU), zu einem Gespräch am Firmenstandort in Verl.

Mit Blick auf die zu Jahresbeginn mit Änderung der Gemeindeordnung NRW erfolgte Ablösung der kommunalen Vergabegrundsätze begrüßten die Kammervertreter ausdrücklich, dass die Stadt Verl auf den Erlass einer eigenen Satzung verzichtet und die neue Freiheit im Bereich der Unterschwellenvergabe zugunsten des lokalen Handwerks und des Mittelstands nutzt. „Dies ist eine wichtige Entscheidung für das regionale Handwerk. Die Bundes- und Landesregierung müssen daran anknüpfen und weitere Stellschrauben für Handwerk und Mittelstand drehen“, unterstrich Eul.

Außerdem besprachen die Beteiligten die geplanten Neuerungen der Bauordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Diese sehen eine Beschleunigung des Genehmigungsverfahrens für Bauanträge vor. Sollte drei Monate nach Antragseinreichung keine Genehmigung durch das Bauamt vorliegen, dürfen Bauherrinnen und Bauherren den Antrag als genehmigt betrachten und mit dem Bau beginnen. Die Stadt Verl wies an dieser Stelle darauf hin, dass im Genehmigungsverfahren oft die Einbindung weiterer Beteiligter erforderlich ist. Zwar könne die Gesetzesänderung den Prozess grundsätzlich beschleunigen, aber stets abhängig davon, dass beispielsweise Bauunterlagen innerhalb der Fristen vollständig vorliegen oder es bei Genehmigungen weiterer Behörden keine Verzögerungen gebe. Letztlich hängt der Erfolg des Verfahrens immer von der Mitwirkung aller Beteiligten ab.

Zuletzt tauschten sich die Gesprächsteilnehmer über die Fachkräftesicherung im Handwerk aus. Infolge des ausbleibenden Abiturjahrgangs 2026 erwarten die Vertreter des regionalen Handwerks eine sinkende Nachfrage nach Ausbildungsplätzen. „Für eine erfolgreiche Nachwuchsförderung brauchen wir herausragende Ausbildungsmöglichkeiten. Unternehmen wie Hauphoff zeigen, wie exzellente Berufsausbildung im Handwerk gelingt“, betonte Dr. Prager. So könne man junge Menschen nachhaltig für das Handwerk begeistern.

2021 erhielt das Verler Unternehmen den bundesweiten Heribert-Späth-Preis für besondere Ausbildungsleistungen im Handwerk.