Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling überreichte auf dem Campus Handwerk einen Förderbescheid des Landes NRW über fast sieben Millionen Euro. Im Bild von links: Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der HWK OWL, Dr. Maribel Illig, Leiterin der Bildungsstätte der HWK OWL, Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling und Peter Eul, Präsident der HWK OWL.
14. Juli 2026Handwerkskammer OWL investiert 7,6 Millionen Euro in ihre Bildungsstätte
Die Handwerkskammer OWL stellt ihre Bildungsstätte am Campus Handwerk in Bielefeld zukunftsfähig auf und investiert dazu rund 7,6 Millionen Euro in die Ausstattung der Werkstätten. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt diese Investition mit einer Förderung von 90 Prozent. Bei ihrem Besuch im Campus Handwerk überreichte Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling den Zuwendungsbescheid des Landes Nordrhein-Westfalen über fast sieben Millionen Euro.
„Dank der großzügigen Zuwendung können unsere Modernisierungsmaßnahmen deutlich schneller umgesetzt werden. Ohne die Förderung wäre nur eine deutlich langsamere und schrittweise Modernisierung finanziell realisierbar“, erklärte Hauptgeschäftsführer Dr. Jens Prager bei der Übergabe des Bescheids. Der Eigenanteil der Handwerkskammer beläuft sich dabei auf rund 700.000 Euro. „Das Handwerk ist ein Weichensteller für die Zukunft in Ostwestfalen-Lippe“, ergänzte Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer, daher sei es von entscheidender Bedeutung, dass die Aus-, Fort- und Weiterbildung auf einem hohen Niveau und zukunftsgerichtet erfolgt.
„Moderne Ausbildungsstätten schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Auszubildende die Technologien von heute und morgen praxisnah kennenlernen. So können gut qualifizierte Fachkräfte die Herausforderungen der Energiewende und des technologischen Wandels erfolgreich mitgestalten. Die fast sieben Millionen Euro Förderung unterstützen die Zukunft des Handwerks in Ostwestfalen-Lippe dabei nachhaltig“, betonte Anna Katharina Bölling, Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Detmold.
In der Tat bewegt sich derzeit im ostwestfälisch-lippischen Handwerk viel: Die Energiewende und der damit verbundene technologische Wandel sind in den Betrieben angekommen, werden verantwortungsvoll umgesetzt und auch an die Auszubildenden weitergegeben. Die neuen Rahmenlehrpläne für die handwerkliche Berufsbildung berücksichtigen ebenfalls die Anforderungen des technischen und klimatischen Wandels. „Die neuen Lernfelder, die in den Rahmenlehrplänen aufgeführt sind, erfordern Investitionen, die wir jetzt umsetzen können“, erläuterte Dr. Maribel Illig, die Leiterin der Bildungsstätte der Handwerkskammer. Mit 2,6 Millionen Euro fließt der größte Anteil in den Fachbereich Elektrotechnik und das Kompetenzzentrum Intelligente Gebäudetechnologien. Der Fachbereich Metallbau, insbesondere die Bereiche Pneumatik und Metallbau, wird mit rund 1,7 Millionen Euro modernisiert. Den drittgrößten Anteil erhält der Fachbereich Kraftfahrzeugtechnik. Weitere umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen erfolgen im Friseurhandwerk, bei den Konditorinnen und Konditoren sowie im Verkauf, in der Zahntechnik, der Fügetechnik, der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, im kaufmännischen Bereich sowie in den gewerkeübergreifenden Räumen.
Fördermittelgeber sind: Bundesminsterium für Wirtschat und Energie, GRW für eine starke Wirtschaft vor Ort, Ministerium für Wirtschaft Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen