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Selina Knipping stellt ihr Optikergeschäft zukunftsgerecht auf.

14. Oktober 2026Optikermeisterin setzt auf neue Technik

Als Selina Knipping das Optikergeschäft von ihrem Chef und Ausbildungsmeister Reinhard Becker übernahm, gab sie dem Betrieb nicht nur den neuen Namen »Selina opti(k)mal«, sondern brachte auch zahlreiche neue Ideen ein. Das Fachgeschäft im Herzen Warburgs wurde grundlegend renoviert sowie modern und einladend gestaltet. Darüber hinaus legt die Optikermeisterin großen Wert darauf, das Unternehmen für die zukünftigen Anforderungen des Marktes technisch fit zu machen. Sowohl die Unternehmensorganisation als auch das medizinische Angebot für die Kundinnen und Kunden werden auf den neuesten Stand gebracht.

Investitionen in Digitalisierung

Dafür investiert sie in moderne Hard- und Software. Unterstützung erhält sie dabei von Timur Bolulu, Digitalberater der Handwerkskammer. Gemeinsam entwickelten sie gleich zu Beginn ein digitales Konzept, das auf der bestehenden Infrastruktur aufbaut. Dazu gehört unter anderem ein datenschutzkonformes Sicherheitssystem mit Multifaktor-Authentifizierung, Gesichtserkennung und Passwortmanager. Eine eSIM-Karte sorgt dafür, dass auch bei einem Ausfall der Internetverbindung weitergearbeitet werden kann – ein Vorteil, der sich erst kürzlich bewährt hat. Momentan ist sie dabei, eine neue Fachsoftware für das Optikerhandwerk zu installieren. Mittelfristig sollen die Daten in einer sicheren externen Cloud gespeichert werden. Im nächsten Schritt entsteht eine neue, interaktive Internetseite. Dort können Kundinnen und Kunden künftig nicht nur Termine buchen, sondern auch Kontaktlinsen nachbestellen. »Wir kombinieren den persönlichen Service im Ladengeschäft mit der Möglichkeit, bequem von zu Hause aus mit uns in Kontakt zu treten«, erklärt die Optikermeisterin.

Zusammenarbeit mit Augenärzten

Neben einem umfangreichen Service rund um das Thema Kontaktlinsen bietet das Team von opti(k)mal im Optikstudio unter Meisteraufsicht die 3D-Augenvermessung sowie die Messung der Blendempfindlichkeit an, bei der die Situation einer Autofahrt im Dunkeln simuliert wird. Auf Wunsch können Kundinnen und Kunden ebenfalls im Fachgeschäft ihren Augenhintergrund prüfen lassen. »Diese Messung hilft, mögliche Augenerkrankungen frühzeitig zu erkennen. Die Termine können kurzfristig vereinbart werden«, erklärt Selina Knipping. Die Ergebnisse des Checks werden zunächst mithilfe künstlicher Intelligenz nach Dringlichkeit bewertet. Anschließend erfolgt die Endkontrolle in einer Augenarztpraxis. So können lange Wartezeiten auf Facharzttermine häufig vermieden werden. Um junge Menschen für das Augenoptikerhandwerk zu begeistern, setzt Selina Knipping auf die sozialen Medien. Hier und im Marketingbereich ist Augenoptikermeister Alexander Huke für »Selina opti(k)mal« tätig. Beim Personal konnte die Optikermeisterin auf Bewährtes zählen: Ihr Vorgänger ist noch in Teilzeit tätig, und ihr langjähriger Kollege Derk Schwartz, mit dem sie die Meisterprüfung absolviert hat, steht ihr ebenfalls zur Seite. Seit Juni ist Augenoptikermeisterin Sonja Nutt mit im Team. Betriebswirtschaftliche Unterstützung erhielt sie von der Augenoptiker-Innung und von der Betriebsberatung der Handwerkskammer, die sie unter anderem bei der Beantragung der Meistergründungsprämie unterstützte.