Berufe A-Z - Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker (m/w/d)

Berufsbild

Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker*innen planen, montieren, warten und reparieren Rollladen-, Sonnenschutz- und Torsysteme sowie deren zunehmend digitale Steuerungs- und Automatisierungstechnik. Sie sorgen dafür, dass Gebäude vor Sonne, Wärme, Kälte, Einbruch oder Blicken geschützt werden und tragen maßgeblich zu Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit moderner Wohn- und Arbeitsräume bei.

Ihr Arbeitsgebiet ist vielseitig: Sie installieren Rollladen, Markisen, Jalousien, Rolltore, Klappläden, Raffstores oder innenliegende Sonnenschutzsysteme und binden diese in elektrische Antriebe, Sensorik, Smart-Home-Technik und automatische Steuerungen ein. Neben handwerklicher Präzision sind technisches Verständnis, elektromechanisches Know-how und der sichere Umgang mit modernen Steuerungssystemen gefragt.

Der Beruf verbindet mechanische Arbeiten, Elektroinstallation, Kundenberatung und digitale Gebäudeautomation. Für Betriebe ist er wichtig, um energieeffiziente, komfortorientierte und moderne Gebäudelösungen anzubieten. Für Auszubildende bietet er ein abwechslungsreiches, technikorientiertes und zukunftssicheres Tätigkeitsfeld im Handwerk.

 

Ausbildungsdauer und Ablauf

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und findet im dualen System statt. Im Ausbildungsbetrieb lernen Auszubildende die mechanische und elektrotechnische Montage, Inbetriebnahme, Wartung und Reparatur von Rollladen- und Sonnenschutzsystemen. Dazu gehören das Bearbeiten von Werkstoffen, das Anpassen von Bauelementen, das Installieren elektrischer Antriebe und das Einrichten automatisierter Steuerungstechnik.

In der Berufsschule werden theoretische Kenntnisse vermittelt – etwa zur Mechanik und Elektrotechnik, zu Steuerungs- und Regeltechnik, Werkstoffkunde, Befestigungstechnik, Energieeffizienz und Kundenkommunikation. Überbetriebliche Lehrgänge ergänzen die praktische Ausbildung, zum Beispiel in Bereichen wie Smart-Home-Anbindung, Motorisierung, Befestigungstechnik oder Wartungsverfahren.

Die Ausbildung schließt mit zwei zeitlich voneinander getrennten Prüfungen ab. Die Gesellenprüfung ist als gestreckte Prüfung organisiert: Teil 1 findet in der ersten Hälfte der Ausbildung statt und fließt in die Gesamtnote ein. Teil 2 folgt am Ende der Ausbildungszeit und umfasst schriftliche, praktische und fallbezogene Aufgabenstellungen.

Der Prüfungsaufbau orientiert sich an realen Arbeitsabläufen und zeigt, dass Auszubildende sowohl mechanische als auch elektrotechnische und digitale Systemkomponenten fachgerecht integrieren können.

 

Wesentliche Tätigkeiten

  • Montieren, Installieren und Inbetriebnehmen von Rollladen-, Raffstore-, Jalousie- und Markisensystemen
  • Einbauen und Anschließen elektrischer Antriebe, Sensoren und Steuerungen
  • Einrichten von automatischen Steuerungssystemen und Smart-Home-Lösungen
  • Bearbeiten von Werkstoffen wie Aluminium, Kunststoff, Holz oder Textilien
  • Durchführen von Wartungs-, Prüf- und Reparaturarbeiten
  • Befestigen und Anpassen von Bauelementen an Fassaden, Fenstern und Türen
  • Beraten von Kundinnen und Kunden zu Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit
  • Durchführen von Messungen, Funktionsprüfungen und Dokumentation
  • Einhalten von Arbeits-, Umwelt- und Sicherheitsvorschriften

 

Berufliche Perspektiven

Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker*innen haben sehr gute Zukunftsaussichten, da energieeffiziente Gebäude, automatisierte Beschattungssysteme und Smart-Home-Integration stark an Bedeutung gewinnen. Weiterbildungen wie der/die Rollladen- und Sonnenschutztechnikermeister*in oder Fachwirt*in bieten attraktive Entwicklungsmöglichkeiten.

Mit wachsender Erfahrung eröffnen sich Tätigkeiten in Projektleitung, Service, Arbeitsvorbereitung, Beratung oder Vertrieb technischer Systeme.

Durch den Trend zu energieeffizientem Bauen, moderner Gebäudeautomatisierung und erhöhten Komfortansprüchen bleibt der Beruf langfristig ein technikorientiertes, vielseitiges und gefragtes Tätigkeitsfeld.



Alles, was ihr wissen müsst

Ausbildungsdauer

36 Monate

Ausbildungsvergütung

Aktueller Tarif (ab 01.01.2026) :
1. Lehrjahr:724,00 €
2. Lehrjahr:854,00 €
3. Lehrjahr:977,00 €

§5 Mehrarbeit/Nachtarbeit des allgemeinverbindlichen Tarifvertrags über Ausbildungsvergütungen:

1 Mehrarbeit ist für Jugendliche Lehrlinge außer in Notfällen gemäß §21 Jugendarbeitsschutzgesetz verboten. Die in diesen Fällen zulässige Mehrarbeit ist durch Freizeit auszugleichen.

2 Mehrarbeit von volljährigen Lehrlingen ist die über die wöchentliche Arbeitszeit (maximal 40 Stunden) hinausgehende Arbeitszeit.

Urlaubsanspruch

Es gelten die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes, des Bundesurlaubsgesetzes bzw. nach den gültigen Tarifverträgen.

Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz beträgt der Urlaub jährlich:

  • mindestens 25 Arbeitstage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 15 Jahre alt ist.
  • mindestens 25 Arbeitstage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 16 Jahre alt ist.
  • mindestens 23 Arbeitstage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 17 Jahre alt ist.
  • mindestens 21 Arbeitstage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 18 Jahre alt ist.

Nach dem Bundesurlaubsgesetz beträgt der Urlaub jährlich mindestens 20 Arbeitstage.

Lehrstellen/Praktika

Freie Lehrstellen

Offene Lehrstellen als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker (m/w/d): 0

Freie Praktikumsplätze

Offene Praktikumsplätze als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker (m/w/d): 0

ÜLU-Kurse

Kursüberblick

Keine aktuell anstehenden Kurse.

Wir beraten euch gerne!

Pascal Rüter

Berufsbildung - Ausbildungsberatung

Tel. 0521 / 5608 - 368

pascal.rueter--at--hwk-owl.de