Berufe A-Z - Zweiradmechatroniker (m/w/d)
Berufsbild
Zweiradmechatroniker*innen sind die Fachkräfte für alle motorisierten und nicht motorisierten Zweiräder – vom Fahrrad über E-Bikes bis hin zu Motorrädern. Sie sorgen dafür, dass diese Fahrzeuge sicher, zuverlässig und technisch einwandfrei funktionieren. Der Beruf verbindet klassisches Handwerk mit moderner Technik: Mechanik, Elektronik und digitale Diagnosesysteme spielen eine zentrale Rolle.
Im Arbeitsalltag prüfen und warten Sie Fahrwerke, Bremsen und Antriebssysteme, führen Reparaturen durch und rüsten Fahrzeuge mit Zubehör aus. Durch die zunehmende Bedeutung von Elektromobilität und vernetzten Systemen ist dieser Beruf zukunftsorientiert und bietet spannende Herausforderungen für technikaffine Menschen und innovative Betriebe.
Ausbildungsdauer und Ablauf
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und erfolgt im dualen System:
- Betrieb: Praktische Arbeit in Werkstätten und Servicebetrieben
- Berufskolleg: Vermittlung theoretischer Grundlagen
- Überbetriebliche Lehrgänge: Ergänzende praktische Fertigkeiten
Die Abschlussprüfung ist gestreckt:
- Teil 1: Nach ca. 18 Ausbildungsmonaten
- Teil 2: Am Ende der Ausbildungszeit
Wesentliche Tätigkeiten
- Montieren, Demontieren und Warten von Zweirädern
- Prüfen und Instandsetzen von Fahrwerks-, Brems- und Antriebssystemen
- Diagnose und Reparatur elektrischer und elektronischer Systeme
- Einbau und Konfiguration von Zubehör und Zusatzsystemen
- Kundenberatung zu Technik, Pflege und Sicherheit
- Durchführung von Probefahrten und Funktionskontrollen
Fachrichtungen
Die Ausbildung umfasst zwei Fachrichtungen:
- Fahrradtechnik: Schwerpunkt auf Fahrrädern und E-Bikes, inklusive moderner Antriebssysteme und Akku-Technik
- Motorradtechnik: Wartung und Reparatur von motorisierten Zweirädern, inklusive komplexer Elektronik und Diagnosesysteme
Berufliche Perspektiven
Nach der Ausbildung stehen Ihnen vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten offen:
- Meister*in im Zweiradmechaniker-Handwerk
- Techniker*in
- Fachwirt*in im Handwerk
- Selbstständigkeit mit eigenem Betrieb
- und vieles mehr
Die Zukunftschancen sind hervorragend: Elektromobilität, Digitalisierung und nachhaltige Mobilitätskonzepte machen Zweiradmechatroniker/innen zu gefragten Fachkräften.
Alles, was ihr wissen müsst
Ausbildungsdauer
42 Monate
Ausbildungsvergütung
| 1. Lehrjahr: | 1040,00 € |
| 2. Lehrjahr: | 1080,00 € |
| 3. Lehrjahr: | 1180,00 € |
| 4. Lehrjahr: | 1275,00 € |
§5 Mehrarbeit/Nachtarbeit des allgemeinverbindlichen Tarifvertrags über Ausbildungsvergütungen:
1 Mehrarbeit ist für Jugendliche Lehrlinge außer in Notfällen gemäß §21 Jugendarbeitsschutzgesetz verboten. Die in diesen Fällen zulässige Mehrarbeit ist durch Freizeit auszugleichen.
2 Mehrarbeit von volljährigen Lehrlingen ist die über die wöchentliche Arbeitszeit (maximal 40 Stunden) hinausgehende Arbeitszeit.
Urlaubsanspruch
Es gelten die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes, des Bundesurlaubsgesetzes bzw. nach den gültigen Tarifverträgen.
Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz beträgt der Urlaub jährlich:
- mindestens 25 Arbeitstage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 15 Jahre alt ist.
- mindestens 25 Arbeitstage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 16 Jahre alt ist.
- mindestens 23 Arbeitstage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 17 Jahre alt ist.
- mindestens 21 Arbeitstage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 18 Jahre alt ist.
Nach dem Bundesurlaubsgesetz beträgt der Urlaub jährlich mindestens 20 Arbeitstage.
Berufsschulen
Lehrstellen/Praktika
Freie Praktikumsplätze
ÜLU-Kurse
Kursüberblick
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Tel. 0521 / 5608 - 329