Engagiert im Ehrenamt und darüber hinaus. Ehrensache Handwerk: Lisa Valentin-Kalisch
„Eine Welt ohne Ehrenamt ist nicht möglich!“
Lisa Valentin-Kalisch gibt durch ihr Ehrenamt Gutes zurück.
Bei Lisa Valentin-Kalisch steht das humanitäre Grundprinzip im Ehrenamt an erster Stelle: Im Interview erzählt sie begeistert von ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten. Die Mutter einer Tochter ist Tischlerin, Innenarchitektin, Betriebswirtin und arbeitet in der Geschäftsleitung des Familienbetriebs in der dritten Generation. Wie sie das alles schafft? Die 40-Jährige folgt einem klaren Grundsatz.
„Es wird sich immer ein kleines Zeitfenster finden lassen.“
Valentin-Kalisch ist sich sicher: „Wenn man ein Ehrenamt ausüben möchte, wird sich immer ein kleines Zeitfenster finden lassen.“ Entscheidend sei, das richtige Ehrenamt zu wählen. Die Handwerkerin hat gleich mehrere Ehrenämter gefunden: Sie ist Vorstandsmitglied der Tischler-Innung Höxter-Warburg, engagiert sich bei den Rotariern und ist erste Vorsitzende des Fördervereins der OGS an der Schule ihrer Tochter. Mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit möchte sie vor allem das zurückgeben, was ihr von anderen Menschen entgegengebracht wurde. „Ehrenamt ist für mich ein humanitäres Anliegen“, betont die Tischlerin. Mittlerweile seien für sie die schönsten Momente im Ehrenamt, wenn sie tolle Rückmeldungen der Menschen erhalte, für die sie sich einsetzt.
Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt ist kein Selbstläufer
Bei der Frage, wie man vor allem mehr Frauen für ein Ehrenamt im Handwerk gewinnen könne, sieht sie eher ein grundlegendes Problem: „Die Bereitschaft, ein Ehrenamt auszuüben, geht insgesamt zurück.“ Dennoch wisse sie aus eigener Erfahrung, dass die Vereinbarkeit von Familie, Karriere und Ehrenamt nicht immer einfach sei. Valentin-Kalisch berichtet ehrlich: „Es ist manchmal schwierig, alles unter einen Hut zu bringen.“ Trotzdem ist sie sich sicher: „An dieser Stellschraube müssen wir drehen!“
„Eine Welt ohne Ehrenamt ist nicht möglich!“
Valentin Kalisch scheut sich nicht, unbequeme Wahrheiten auszusprechen: „Es will niemand hören, doch ohne die vielen Ehrenämter hätten wir eine riesige Finanzierungslücke.“ Damit spielte die Handwerkerin auf die vielen für die Grundstruktur unseres Sozialstaates essenziellen Ehrenämter an, die von unzähligen Menschen unentgeltlich übernommen werden. Sie stellt klar: „Eine Welt ohne Ehrenamt ist nicht möglich!“