Ehrensache Handwerk: Philipp Nelle
Wer mit Philipp Nelle ins Gespräch kommt, merkt schnell, dass er zu einer jungen und dynamischen Generation im Handwerk gehört. Dass dabei Tradition nicht aus der Mode kommt, sieht man an der Zunftkleidung des Dachdeckermeisters, die er für das Fotoshooting trägt: eine schwarze Cordhose und Weste. Genauso im Trend: das Ehrenamt im Handwerk. Im Interview
berichtet der Gütersloher von seinem Ehrenamt – oder, wie in seinem Fall zutreffender, seinen Ehrenämtern.
Jüngster Obermeister
Philipp Nelle engagiert sich bereits seit zwölf Jahren in der Innung für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik Gütersloh. Durch andere Meister, die bereits in der Innung aktiv waren, entwickelte er ein Interesse, sich ebenfalls zu engagieren. So übernahm er immer mehr
Verantwortung. Im Jahr 2025 wurde er mit 33 Jahren zum jüngsten Obermeister aller Innungen der Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld gewählt. Doch damit nicht genug: DerHandwerker ist außerdem als Arbeitgebervertreter der Handwerkskammer OWL zu Bielefeld im Gesellenprüfungsausschuss tätig. Das klingt nach viel Arbeit, doch Philipp Nelle appelliert auch
an andere Handwerkerinnen und Handwerker: „Nehmt euch die Zeit für das Ehrenamt!“
Austausch und Kontakte
Philipp Nelle meistert Selbstständigkeit und Ehrenamt gleichermaßen – vor knapp vier Jahren trat der Dachdeckermeister die Nachfolge des väterlichen Betriebs in Gütersloh an. Es seien auch die neuen Kontakte, die er durch seine Arbeit im Ehrenamt knüpfen könne, die seine ehrenamtliche Arbeit so wertvoll machten. „Zudem schafft für mich der Austausch mit den Auszubildenden, die man eine gewisse Zeit begleitet, immer wieder schöne Momente“, bemerkt er.
Politik mitgestalten
Beispiele wie Philipp Nelle zeigen: Ehrenamt ist jung und zukunftsorientiert. Mit der richtigen
Einstellung bereitet ein Ehrenamt nicht nur Arbeit, sondern auch Freude. Außerdem könne man
mit dem passenden Ehrenamt Einfluss auf das politische Geschehen nehmen. „Im Ehrenamt
kann man mitgestalten, wie treffend für das Handwerk“, schließt Nelle.