Handwerker mit Auszubildenden
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Das Projekt für Ihre zukünftigen Fachkräfte von Morgen Freiwilliges HandwerksjahrPLUS (FHJ+) - Infos für Betriebe

Das Freiwillige HandwerksjahrPLUS (FHJ+) ist eine einzigartige Möglichkeit für Ihren Betrieb, junge Menschen für Ihren Beruf zu begeistern und idealerweise langfristig, etwa durch eine Ausbildung, zu binden.

Das FHJ+ bietet Teilnehmenden, in der Regel volljährigen Personen mit absolvierter Schulpflicht, die Möglichkeit in bis zu vier Praktika (max. jeweils drei Monate) vier verschiedene Ausbildungsberufe zu entdecken und berufliche Talente und Stärken zu finden.

Dabei unterstützt die Handwerkskammer in der Beratung und Vermittlung. Wir bringen die Betriebe mit den Freiwilligen zusammen und andersherum und unterstützen bei organisatorischen und rechtlichen Fragen – #it’s a match!

Ihre Ansprechperson in der Handwerkskammer:

Annika Reimann

Berufsbildung - Fachkräftesicherung

Tel. 0521 / 5608-370

annika.reimann--at--hwk-owl.de



Die Handwerkskammer setzt auf die Praxisphasen in Ihrem Betrieb noch das PLUS obendrauf und rundet das Projekt mit spannenden Workshops und Seminaren zur Persönlichkeitsentwicklung/Berufsorientierung der Freiwilligen sowie wertvollen Austauschtreffen für Betriebe ab.

Sind Sie so begeistert wie wir, dann erfahren Sie bitte untenstehend in den FAQ alles, was für eine Teilnahme wichtig ist.



Das Freiwillige HandwerksjahrPLUS (FHJ+) bietet eine berufliche Entdeckungsmöglichkeit für Freiwillige und somit für Sie eine attraktive Werbungs- und Recruiting Plattform für zukünftige Azubis und Fachkräfte von Morgen. Dies hilft nicht nur den Freiwilligen eine informierte und klare Entscheidung für ihre berufliche Zukunft zu treffen, sondern auch Ihnen bei der Vervollständigung Ihres Teams mit passenden und motivierten Kräften. Dabei kann das FHJ+ insbesondere auch helfen, die Lücke von Ausbildungsabbrüchen zu verringern, da die Freiwilligen eine informierte und nachhaltige Entscheidung für ihre zukünftige Ausbildung treffen können.
Ferner bietet das PLUS Ihrem Betrieb die Möglichkeit zur Teilnahme an Austauschtreffen zum Netzwerken und gegenseitigem Lernen. Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • Im besten Fall einen oder mehrere Azubis gewinnen!
  • Unterstützung und Matchmaking mit zukünftigen Freiwilligen
  • Beratung und Unterstützung bei organisatorischen und rechtlichen Fragen, sowie die kostenfreie Nutzung von Vorlagen
  • Kostenfreie Nutzung von Checklisten, Vorlagen und Musterverträgen
Eine Teilnahme ist für alle von der Handwerkskammer anerkannten Ausbildungsbetriebe möglich. Sind Sie noch nicht als Ausbildungsbetrieb bei uns registriert? Dann melden Sie sich gerne bei den zuständigen Ausbildungsberater*innen.
Es ist wichtig zu beachten, dass wir kein positives Matching mit Freiwilligen im FHJ+ garantieren können. Im Rahmen unserer Unterstützungskapazitäten bemühen wir uns allen Anfragen und Wünschen von Betrieben und Freiwilligen nachzukommen, beraten und finden auch gerne individuelle und flexible Lösungen. Allerdings erfordert ein erfolgreiches FHJ+, und vor allem auch die Überführung in eine Ausbildung, die aktive Teilnahme und Ausgestaltung von sowohl Freiwilligen als auch den entsprechend verantwortlichen Ansprechpersonen im Betrieb. 
Die Anmeldung ist digital über folgende Anmeldemaske möglich.
Tipp: Tragen Sie Ihr Praktikumsangebot auch gerne in die Lehrstellen- und Praktikumsbörse ein und weisen Sie die Möglichkeit über den Haken „Praktikum“ sowie eigene Angaben zum Freiwilligen HandwerksjahrPLUS in dem Freifeld aus. Somit können Interessierte Ihr Angebot über die Suchmaschine finden. 
Eine Anmeldung für das FHJ+ ist grundsätzlich immer möglich und die Praktikumszeiten können individuell mit den Freiwilligen und Betrieben abgestimmt werden. Teilen Sie uns gerne etwaige Zeiten mit, in denen Sie keine Freiwilligen aufnehmen können (z. B. festgesetzte Urlaubs-Betrieb-Schließungen). Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt und orientiert sich an einem Start im August/September eines jeden Jahres, also nach Schuljahresende, sodass innerhalb eines Jahres vier Betriebe kennengelernt werden können und anschließend direkt in eine Ausbildung gestartet werden kann. 
Kosten:
Die Teilnahme am Projekt ist kostenfrei. Auch für die Beratung und Vermittlung von Seiten der Handwerkskammer entstehen keine Kosten. Um allerdings den Freiwilligen die Teilnahme möglich und attraktiv zu machen, zahlen die Betriebe den Freiwilligen eine Aufwandsentschädigung („Taschengeld“) von 450 Euro brutto monatlich bei einer Vollzeitbeschäftigung zzgl. Sozialabgaben und Steuern von derzeit 142 Euro. Der Mindestlohn fällt nicht an, da das FHJ+ ein freiwilliges berufsorientierendes Praktikum und auf drei Monate je Betrieb begrenzt ist. Dabei ist zu beachten, dass die FHJ+-Praktika sozialversicherungsrechtlich wie eine „geringfügig entlohnte Beschäftigung“ angemeldet werden.
Dauer des Praktikums:
Ein*e FHJ-Praktikant*in darf nicht länger als die drei Monate in Ihrem Betrieb ein Praktikum absolvieren. Bei längerer Dauer handelt es sich um ein sozialversicherungspflichtiges Angestelltenverhältnis inkl. Mindestlohn.
Anmeldung zur Berufsgenossenschaft:
Zusätzlich müssen Sie den/die Freiwillige*n während des Praktikums bei Ihrer Berufsgenossenschaft anmelden.
Praktikumsvertrag:
Ein Praktikumsvertrag wird zwischen Ihnen und einem/einer Freiwilligen geschlossen. Eine Vorlage erhalten Sie nach Anmeldung über uns.
Das FHJ+ soll als erstes gegenseitiges Kennenlernen dienen. Bitte beachten Sie daher, dass Sie nur ein Praktikum mit einem/einer Freiwilligen eingehen, die/der weder vorab bei Ihnen gearbeitet noch eine Ausbildung in Ihrem Betrieb begonnen bzw. absolviert hat.  
Interessierte Betriebe sollten in erster Linie Lust und Freude haben, ihr Handwerk und den Betrieb vorzustellen und dabei realistische Einblicke erschaffen, unter welchen die Teilnehmenden eine informierte berufliche Entscheidung treffen können. Das FHJ+ soll für die Freiwilligen eine berufliche Entdeckungsreise darstellen und daher nicht nur den Beruf und Ihren Betrieb schmackhaft machen, sondern auch Fähigkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen fördern und fordern.
Ein wichtiger Schritt ist dabei die gemeinsame Erstellung eines Praktikum-Lernplans, um dem Praktikum auch einen angemessenen Lernrahmen zu geben. Dies ist recht simpel, kann einmalig erstellt und für weitere Praktikant*innen angepasst werden. Die bundeseinheitlich definierten Qualifizierungsbausteine können hier beratend genutzt werden.
Neben den Praxiserfahrungen in Ihrem Betrieb erhalten die Freiwilligen zusätzlich Seminare/Workshops durch die Handwerkskammer. Wir bitten Sie, die Freiwilligen für die Veranstaltungen freizustellen. 
Das FHJ+ ist eine großartige Möglichkeit für Betriebe, ihr Handwerk Interessierten zu zeigen und dafür zu begeistern. Dabei ist das Projekt einzigartig, da berufliche Erkundungsmöglichkeiten unter realen Bedingungen nicht nur für die Teilnehmenden, sondern auch für die Betriebe geboten werden. Die drei-monatigen Praktika sind dabei oftmals zeitlich ausreichend, sowohl für die FHJ+-ler als auch für die Betriebe, eine informierte Aussage und Entscheidung für die Zukunft bzgl. weiterer Einstiegsmöglichkeiten zu treffen.
Die Handwerkskammer übernimmt dabei das Marketing und unterstützt bei rechtlichen Fragen sowie im Matchingprozess. Daher bietet das FHJ+ vor allem auch kleineren Betrieben mit beispielsweise geringem Marketingbudget eine wichtige Handreichung und Plattform zur Ansprache und Fachkräftesicherung. Mit erfolgreichem Matching zwischen Ihnen und einem oder auch mehreren Freiwilligen ist schon ein Baustein gelegt. Im weiteren Verlauf bedarf es aber der Zementierung und dem Ausbau dieses Bausteins, um von einem FHJ+ etwa in eine Ausbildung zu münden. Kurzum: nach einem ersten positiven Bauchgefühl diese Flamme warmhalten, damit der Funke überspringt.
Hier unterstützt und berät die Handwerkskammer und teilt dazu auch gerne Vorlagen und Hinweise zu Themen wie Willkommenskultur, Onboarding-Prozessen und Feedbackgesprächen.  
Der beispielhafte Ablauf des FHJ+ für Betriebe kann folgendermaßen aussehen:
  1. Anmeldung zum FHJ+
    • Anmeldung erfolgt über die Anmeldemaske
    • Betriebe veröffentlichen ihre FHJ+ Praktika in der Handwerkskammer-Lehrstellenbörse
  2. Vorbereitung der FHJ+ Teilnehmenden
    • Interessierte informieren sich über das FHJ+ sowie mögliche Betriebe
    • Interessierte melden sich bei der Handwerkskammer an
    • Im Beratungsgespräch werden alle Fragen geklärt und das Matching unterstützt
  3. Kontaktaufnahme und Matching
    • Freiwillige oder die Handwerkskammer kommen im Falle eines Matches auf Sie zu
    • Kennenlerngespräche zwischen Betrieb und Freiwilligen
    • Schließung eines Praktikumsvertrages zwischen Betrieb und FHJ+ler*in
  4. Vorbereitung und Start der Praktika
    • Gemeinsame Erstellung eines FHJ+ Lernplans
    • Erfolgreicher Star ins FHJ+ Praktikum
    • Teilnahme der Betriebe bei Austauschtreffen und Evaluationen
    • Mögliche Übernahme des FHJ+ler*in als Azubi

In den einzelnen Schritten unterstützt die Handwerkskammer durch Beratung und Vermittlung. Gemeinsam bringen wir Ihren Betrieb mit den Freiwilligen zusammen und andersherum und unterstützen bei organisatorischen und rechtlichen Fragen – #it’s a match!

Wir stellen Ihnen nach der Anmeldung zum Projekt diverse Checklisten, Vorlagen und Musterverträge über unsere Dokumente-Cloud zum kostenlosen Download zur Verfügung. Den Zugangslink erhalten Sie per E-Mail.






Mit freundlicher Unterstützung von:

Mit der Initiative JOBvision fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bundesweit Projekte mit dem Ziel, innovative Lösungen für kleine und mittlere Unternehmen zu erproben, um vakante Ausbildungsplätze zu besetzen und den Fachkräftebedarf in KMU nachhaltig zu decken. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).