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Deine Brücke zwischen Schule und deiner beruflichen Entscheidung! Freiwilliges HandwerksjahrPLUS (FHJ+) - Infos für Freiwillige

Das Freiwillige HandwerksjahrPLUS (FHJ+) ist einzigartig. Einzigartig für und mit dir.

Dabei bietet das FHJ+

  • Echte praktische berufliche Erfahrungen in bis zu vier Betrieben
  • Sicherheit und Gewissheit über deine berufliche Zukunft
  • Flexibilität und vielfältige Lern- und Gestaltungsmöglichkeiten


Ihre Ansprechperson in der Handwerkskammer:

Annika Reimann

Berufsbildung - Fachkräftesicherung

Tel. 0521 / 5608-370

annika.reimann--at--hwk-owl.de

Anmeldung Freiwilliges Handerwerksjahr (FHJ+) Anmeldung Freiwilliges Handerwerksjahr (FHJ+)

Das FHJ+ ist ein Projekt der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld zur Berufsorientierung im Handwerk. Interessierte können dabei innerhalb von einem Jahr praktische Erfahrungen sammeln und dies in mehr als 90 Ausbildungsberufen. Egal ob technisch oder eher künstlerisch. Drinnen oder draußen. Das Handwerk bietet von A wie Augenoptiker*in zu Z wie Zweiradmechatroniker*in so einiges und vieles mehr.

Dabei unterstützt die Handwerkskammer in der Beratung und Vermittlung. Wir bringen die Freiwilligen mit den Handwerksbetrieben zusammen und andersherum und unterstützen bei organisatorischen und rechtlichen Fragen – #it’s a match!

Daneben steht das PLUS (+) im FHJ+ für spannende Seminare, Coachings und Workshops, um dich optimal in deinem beruflichen Entdeckungsjahr zu unterstützen. In Seminaren rund um Softskills und Workshops zur Berufsorientierung und Persönlichkeitsorientierung geben wir dir einen einzigartigen Rahmen der Selbstreflexion, aber auch Vernetzung mit anderen Freiwilligen.

 Bist du so begeistert wie wir, dann erfahre untenstehend in den FAQ alles, was du für eine Teilnahme wissen musst.



Schaubild des allgemeinen Ablaufs beim FHJ+



Es bietet eine berufliche Möglichkeit und individuelle Entdeckungsreise zugleich.
Das FHJ+ ist vor allem das, was DU daraus machst.
Du fragst dich:

  • Was möchte ich beruflich machen? Oder was kann ich anderes machen?
  • Was kommt nach der Schule? Oder nach dem jetzt?
  • Was macht mir Spaß und was kann ich vielleicht auch gut?       
  • Was passt zu mir?       
  • Was ist mir beruflich wichtig und auf was sollte ich bei der betrieblichen Auswahl achten?
Das FHJ+ setzt genau hier an und kann dir Klarheit geben und als Wegweiser dienen. Es bietet dir die Möglichkeit, die richtige Entscheidung zu treffen.
Daneben bietet das FHJ+ einen attraktiven Rahmen mit Beratungs- und Matchingunterstützung, Hilfestellungen bei organisatorischen und rechtlichen Fragen sowie spannende Seminare und Netzwerkworkshops.
Eine Teilnahme ist prinzipiell für alle Interessierten möglich, allerdings gibt es folgende Voraussetzungen:

  • Du hast deine Schulpflicht erfüllt
    oder
  • Du bist volljährig
  • Du bist zum Start des FHJ+-Praktikums nicht arbeitslos oder arbeitssuchend gemeldet
  • Du bist offen, neugierig und bereit, aktiv dein Handwerksjahr auszugestalten

Falls du die oben genannten Voraussetzungen (noch) nicht erfüllen solltest, lohnt sich mit Sicherheit trotzdem eine Kontaktaufnahme mit uns. Das Handwerk bietet viele Möglichkeiten, sodass wir dir unterschiedliche Wege aufzeigen können.

Hinweise für Menschen aus Drittstaaten: Bitte beachten Sie jeweils die Berechtigung zur Aufnahme eines Praktikums gemäß Aufenthaltstitel/Abstimmung mit der Ausländerbehörde bzw. Agentur für Arbeit.

Bitte reiche zur Anmeldung zum FHJ+ folgende Dokumente als PDF per E-Mail an annika.reimann@hwk-owl.de oder über die Anmeldemaske ein:

  • Ausgefüllte Anmeldemaske
  • Ein kurzes Motivationsschreiben, welches die Frage beantwortet, warum du das FHJ+ machen möchtest (keine besonderen formalen Vorschriften, eine halbe Seite reicht)
  • Ein tabellarischer Lebenslauf
  • Eine Kopie deiner letzten beiden Zeugnisse (für den Abgleich der absolvierten Schulpflicht – können sonst aber auch nachgereicht werden)

Es ist wichtig zu beachten, dass wir als Handwerkskammer keine Teilnahme am FHJ+ garantieren können. Im Rahmen unserer Unterstützungskapazitäten bemühen wir uns allen Anfragen und Wünschen nachzukommen, beraten und finden auch gerne individuelle und flexible Lösungen, allerdings zielt und fordert das FHJ+ eine aktive Teilnahme und Ausgestaltung der Freiwilligen.

Hinweis: Es müssen bei Anmeldung noch nicht alle vier Berufswünsche und Betriebe genannt werden. Falls du eine grobe Idee hast und auch schon Betriebe in deiner Nähe kennst, ist dies super. Falls du hier allerdings noch unsicher bist, können wir diese auch im Laufe der Beratung noch gemeinsam vervollständigen oder nach der Recherche nachtragen. 

Das FHJ+ ist tendenziell in allen Ausbildungsbetrieben in Ostwestfalen-Lippe möglich. Falls du unsicher bist, ob dein Wunschbetrieb bereits ein von der Handwerkskammer anerkannter Ausbildungsbetrieb ist, sprich uns gerne an. Falls du unsicher bist, welche Ausbildungsberufe und Ausbildungsbetriebe es überhaupt gibt, empfehlen wir folgende Infoseiten:

Zeige gerne Eigeninitiative und recherchiere vorab deine Wunschberufe und Betriebe in deiner Umgebung.

Benötigst du Hilfe? Wir unterstützen gerne in deinem Matchingprozess!

Beachte: Wir empfehlen dir, dass du die Betriebe nach deinen Mobilitätsmöglichkeiten auswählst, sodass du die Betriebe selbstständig und einfach erreichen kannst - entweder mit dem Rad, ÖPNV oder mit deinem eigenen PKW.
Zudem ist es wichtig, dass du in dem Betrieb weder vorab gearbeitet noch eine Ausbildung in dem Betrieb begonnen bzw. absolviert hast.

Beim FHJ+ steht das Lernen und Erproben im Mittelpunkt. Daher werden keine spezifischen beruflichen Voraussetzungen oder Vorkenntnisse abgefragt. Vielmehr erwarten wir eine Neugier und Lust, die Handwerksberufe sowie Betriebe besser kennenzulernen. 
Eine Teilnahme und Anmeldung für das FHJ+ ist grundsätzlich immer möglich und kann individuell mit dir abgestimmt werden. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt und orientiert sich an einem Start im August/September eines jeden Jahres, sodass Du bestenfalls danach direkt in die Ausbildung starten kannst.
Das Schöne ist, dass das FHJ+ flexibel ausgestaltet werden kann. Gerne können wir gemeinsam, zu Anfang, das komplette Jahr mit vier Betrieben oder auch Ausbildungsberufen verplanen. Oder aber du gestaltest dies flexibel von einem Betrieb zum anderen. Wichtig ist lediglich, dass die maximale Praktikumszeit von drei Monaten pro Betrieb nicht überschritten wird.
Falls du allerdings schon direkt im ersten Betrieb dein berufliches Zuhause gefunden hast, ist dies natürlich in Ordnung. Das Freiwillige HandwerksjahrPLUS ist freiwillig und dient deiner beruflichen Orientierung. Du verpflichtest dich nicht zur kompletten Teilhabe und zeitlichen Verfügbarkeit für das gesamte Jahr. Vielmehr helfen wir dir gerne in deinem Wunschbetrieb den richtigen Anschluss zu finden - in Form einer Ausbildung, Einstiegsqualifizierung oder im Rahmen des Trialen Studiums.
In deinem FHJ+ sollst du einen realistischen Einblick in den Arbeitsalltag von einem oder gleich mehreren Berufen und Betrieben kennenlernen. Dabei lernst du nicht nur das Handwerk und zukünftige Kolleg*innen, sondern auch dich besser kennen. Deine Wünsche und Stärken, aber auch was dir beruflich wichtig ist. Vielleicht entdeckst du hier Facetten an dir, mit denen du gar nicht gerechnet hast.
Falls du dich dabei fragst, was dann tagtäglich deine Aufgaben sein könnten, lohnt sich definitiv ein Blick in die verschiedenen Qualifizierungsbausteine für die verschiedenen Ausbildungsberufe. Hier kannst du dich näher informieren, welche Kenntnisse und Fähigkeiten du erlernen kannst, diese gemeinsam mit deinem Praktikumsbetrieb absprechen und in einem FHJ+ Praktikumslernplan festhalten. Gerne unterstützen wir dich hierbei.
Mit dem jeweiligen Betrieb klärst du alle relevanten Fragen rund um die Arbeitszeit, Urlaubsanspruch sowie Regelungen im Krankheitsfall. In der Regel gilt dabei für Volljährige:

  • Max. 40 Stunden Arbeitszeit pro Woche
  • Pausen: 30 Minuten nach mehr als 6 Stunden bzw. 45 Minuten bei 9 Stunden
  • Mindestens 20 Urlaubstage pro Jahr bei einer 5-Tage-Woche. Dies bedeutet ca. 5 Tage pro Station/Betrieb bei einer Dauer von 3 Monaten.
Die Betriebe stellen dir ein monatliches Taschengeld von 450 Euro bei einem FHJ+ in Vollzeit zur Verfügung. Die 450 Euro werden voll ausgezahlt, wenn du deine Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragst. Für mehr Informationen schaue dir bitte die Informationen auf folgenden Websites an:

Achtung: Wenn du weitere Nebentätigkeiten/Minijobs wahrnimmst, musst du dies dem Betriebsinhaber vor Antritt des Praktikums melden. Dadurch kann es zu weiteren Sozialabgaben und steuerrechtlichen Verpflichtungen sowie Änderungen in deinem Versicherungsstatus kommen.

Da das FHJ+ ein Pilotprojekt der Handwerkskammer ist, gibt es keine gesetzliche Verankerung nebst Sonderbestimmungen, wie dies bei vergleichbaren Freiwilligendiensten (FSJ, FÖJ, BFD) gegeben ist. 
Bitte überprüfe eigenverantwortlich folgende Punkte und sprich bei Unklarheiten deine Versicherung/zuständige Behörde zur Klärung der Fragen direkt an.

  • Kindergeld
    Die Fortzahlung des Kindergeldes für Teilnehmende über 18 Jahren bedarf einer individuellen Abklärung mit der zuständigen Familienkasse. Bei ersten Fragen stehen wir dir gerne zur Seite.
  • Krankenversicherung
    Für die Teilnahme am FHJ+ musst du gesetzlich oder privat versichert sein. In der Regel können Teilnehmende bis zum 23. Lebensjahr über die Familienversicherung mitversichert werden. Bist du älter als 23. Jahre oder liegen andere Voraussetzungen vor, sprich mit deiner Versicherung.
  • Haftpflichtversicherung
    Zusätzlich benötigst du eine private Haftpflichtversicherung, um dich gegen Schäden abzusichern. In der Regel bist du, wenn du unter 25 Jahre alt bist, über deine Eltern/Erziehungsberechtigten mitversichert. Ansonsten musst du eine eigene Versicherung abschließen. Bitte überprüfe deinen Versicherungsstatus vor Antritt des FHJ+.
  • Unfallversicherung
    Im FHJ+ wird der Unfallversicherungsschutz, bei einem Wege- oder Arbeitsunfall, über den Betrieb in der Berufsgenossenschaft abgesichert.
  • Nebentätigkeit
    Grundsätzlich darfst du während des FHJ+ auch einer Nebentätigkeit nachgehen, allerdings sollte diese vorher mit den Betrieben abgesprochen sein. Auch bei etwaigen steuerlichen und sozialversicherungsrelevanten Veränderungen bedarf es deiner eigenverantwortlichen Abklärung mit Versicherungen und Co.
    Das FHJ+ erfordert jedoch deinen zeitlichen Einsatz und es ist wichtig, dass du dir die Zeit nimmst, Berufe/Betriebe vollumfänglich kennenzulernen. Daher empfehlen wir Nebentätigkeiten, wenn möglich, zu reduzieren oder ruhen zu lassen.
  • Eltern- oder Pflegezeit
    Die Möglichkeit zur Teilnahme am FHJ+ steht allen Menschen zu, welche die notwendigen Voraussetzungen erfüllen, natürlich auch, wenn noch andere familiäre Verpflichtungen bestehen. Da es hierzu individuelle Absprachen benötigt, bitten wir um direkte Kontaktaufnahme mit uns.
  • Sprachliche Barrieren
    Wir ermutigen auch Menschen mit verschiedenen Sprachbarrieren zur Teilnahme am FHJ+ Projekt. Eine Teilnahme mit einem äquivalenten Sprachniveau, bestenfalls auf B2-Level, in der deutschen Sprache ist gewünscht.
  • Andere Einschränkungen
    Das Handwerk ist klischeefrei, divers und vielfältig. Wir ermutigen alle Interessierten, welche die Voraussetzungen erfüllen, teilzunehmen. Bei Bedarf suchen wir gemeinsam mit unserem Fachberater nach einer individuellen Teilnahmemöglichkeit bei etwaigen Beeinträchtigungen.
  • Teilzeit
    Grundsätzlich ist eine Teilnahme am FHJ+ Projekt in Vollzeit wünschens- und empfehlenswert, da dies dir und den Betrieben die beste Möglichkeit zum Kennenlernen gibt und dich bestmöglich in der Entscheidungsfindung unterstützt. Sollte ein Vollzeitmodell für dich nicht in Frage kommen, spreche uns bitte an, sodass wir für dich eine geeignete Lösung finden.
Die Workshops und Seminare stehen thematisch im Zentrum deiner beruflichen und persönlichen Entdeckungsreise. Sie sollen dir bei deiner beruflichen Orientierungs- und Findungsphase helfen und greifen auch andere Themen auf, welche von deinem Interesse sein könnten. Die Workshops werden teils in Präsenz, aber auch digital angeboten. Gerne nehmen wir deine thematischen Vorschläge an. 
Das FHJ+ wird dir in erster Linie bei der Orientierung und Entscheidungsfindung nach der Schule oder anderen Lebenslagen helfen. Das FHJ+ soll dir den direkten Einstieg, bestenfalls in die duale Ausbildung, im Handwerk erleichtern. Bei Fragen zu Anschlussmöglichkeiten stehen wir dir beratend zur Seite. 
Du bekommst eine Teilnahmebescheinigung über alle von dir absolvierten Stationen des FHJ+ nebst den teilgenommenen Seminaren/Workshops von der Handwerkskammer. Zu den einzelnen Stationen deines FHJ+ solltest du ebenfalls von dem jeweiligen Betrieb eine Bescheinigung bzw. ein Praktikumszeugnis anfordern und erhalten. 
Das FHJ+ erleichtert die Berufsorientierung und Entscheidung. Innerhalb eines Jahres kannst du leicht mehrere Betriebe und Berufe kennenlernen, während du beim Freiwilligendienst meist nur einen Beruf und ein Unternehmen kennenlernst.
Für das FHJ+ als Pilotprojekt der Handwerkskammer gelten die gesetzlichen Regelungen, wie sie für staatlich anerkannte Freiwilligendiensten (FSJ, FÖJ, BFD) geregelt sind nicht. Das bedeutet, dass beim FHJ+ z. B. keine automatische Anrechnung von Rentenpunkten oder keine Anrechenbarkeit der Schulpflicht erfolgt.
Staatlich anerkannte Freiwilligen Dienste kannst du im sozialen Bereich, im Bereich Natur und Umwelt, Kultur, Sport oder Heimatschutz absolvieren. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit diesen freiwilligen Dienst im Ausland durchzuführen.
Unser Freiwilliges HandwerksjahrPLUS ist hingegen auf Betriebe der Region Ostwestfalen-Lippe und Gewerke/Berufe im Handwerk begrenzt.

Wir haben dein Interesse geweckt?

Hier geht's zur Anmeldung zum Freiwilligen Anmeldung Freiwilliges Handerwerksjahr (FHJ+) HandwerksjahrPLUS (FHJ+)





 



Mit freundlicher Unterstützung von:

Mit der Initiative JOBvision fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bundesweit Projekte mit dem Ziel, innovative Lösungen für kleine und mittlere Unternehmen zu erproben, um vakante Ausbildungsplätze zu besetzen und den Fachkräftebedarf in KMU nachhaltig zu decken. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).