Eintrag ins Goldene Buch (v.l.) IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven, IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl-Radtke, Festredner DIHK-Präsident Peter Adrian, stv. Hauptgeschäftsführer der HWK Wolfgang Borgert und HWK-Vizepräsident Heiner Dresrüsse.
IHK Ostwestfalen zu Bielefeld
Eintrag ins Goldene Buch (v.l.) IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven, IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl-Radtke, Festredner DIHK-Präsident Peter Adrian, stv. Hauptgeschäftsführer der HWK Wolfgang Borgert und HWK-Vizepräsident Heiner Dresrüsse.

Wirtschaft fordert Planungssicherheit und Rückenwind für Investitionen

15.10.2021

„Gemeinsam gestalten – Die wirtschaftspolitischen Herausforderungen nach der Bundestagswahl“ lautete der Titel der Ansprache von Peter Adrian, des im März 2021 neu gewählten Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und diesjährigen Festredners des traditionellen Unternehmertags mit rund 400 Gästen. Eingeladen hatten die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) sowie 13 weitere Veranstalter-Organisationen, darunter auch die Handwerkskammer OWL.  

Ganz gleich zur welcher Regierungsformation es komme, die wirtschaftspolitischen Herausforderungen für die neue Bundesregierung seien riesig, betonte Adrian. „Viele Unternehmen haben die Krise aus eigener Substanz gestemmt und somit viel Eigenkapital verloren. Nach den massiven Einschränkungen, die die Corona-Pandemie für einen großen Teil der Wirtschaft mit sich gebracht hat, brauchen Unternehmen nun schnell Planungssicherheit und deutliche Signale für einen Neustart“.

Um einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung zu bewirken, müsse die Investitionsschwäche der Unternehmen ernst genommen werden, forderte Adrian. Eine essenzielle Erwartung der Wirtschaft an die künftige Bundesregierung sei somit klar: „Eine erfolgreiche Transformation zu Klimaneutralität gibt es nur mit mehr Rückenwind für Investitionen“, so der DIHK-Präsident. „ Viele Industrieunternehmen, aber auch mittelständische Betriebe stehen vor einem Dilemma: Sie sollen in betrieblichen Klimaschutz investieren, ihnen fehlen durch die hohen Strom- und Energiekosten aber entsprechende finanzielle Möglichkeiten. Als weitere Forderung benannte er unter anderem die maßvolle Senkung der steuerlichen Belastung für Unternehmen, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Längst überfällig seien Entlastungsimpulse im Steuerrecht, wo beispielsweise durch verbesserte Abschreibungsbedingungen sofort Impulse für zusätzliche Investitionen gesetzt werden könnten. Auch der zügige Ausbau der digitalen Infrastruktur sei dringend notwendig, damit die Wirtschaft besser und produktiver sowie schneller klimaneutral arbeiten könne.