(v.l.) Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer OWL, Regierungspräsidentin Judith Pirscher, Dr. Maribel Illig, Geschäftsführerin des Berufsbildungszentrums, und Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer OWL
HWK OWL
(v.l.) Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer OWL, Regierungspräsidentin Judith Pirscher, Dr. Maribel Illig, Geschäftsführerin des Berufsbildungszentrums, und Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer OWL

Handwerkskammer investiert fast zwei Millionen Euro

10.03.2021

Einen Zuwendungsbescheid des Landes Nordrhein-Westfalen über 1,5 Millionen Euro brachte Regierungspräsidentin Judith Pirscher mit zu einem Besuch in den Campus Handwerk in Bielefeld. Mit dem Geld will die Handwerkskammer die digitale Ausstattung des angeschlossenen Berufsbildungszentrums noch weiter ausbauen. Die Handwerkskammer OWL versteht sich als Vorreiterin und ist schon heute federführend für die Digitalisierung im nordrhein-westfälischen Handwerk. Auch das Bildungskonzept des Berufsbildungszentrums setzt immer stärker auf die Vermittlung von digitalen Kompetenzen. „Wir werden insgesamt knapp zwei Millionen Euro investieren, um unseren Teilnehmenden die bestmögliche Ausstattung bieten zu können“, erklärte Hauptgeschäftsführer Dr. Jens Prager bei der Übergabe des Bescheides. „Durch die Pandemie hat sich der digitale Wandel nochmals beschleunigt“, ergänzte Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer. Die Handwerkskammer wolle ihren Mitgliedern, den Auszubildenden und weiteren Interessenten das theoretische und das praktische, anwendungsbezogene Wissen dazu vermitteln. 

„Das Konzept der regionalen Bildungsstätten der Handwerkskammer OWL zu Bielefeld stärkt die Wirtschaftsstruktur der Region. Die Handwerkskammer hat mit der Investition in die IT-Ausstattung und IT-Infrastruktur den richtigen Weg eingeschlagen. Ein Weg, den das Land NRW mit 1,5 Millionen Euro öffentlicher Förderung gerne unterstützt. Ich bin mir sicher, dass die Handwerkskammer mit ihrer Investition einen wichtigen Beitrag leistet, um die Aus- und Weiterbildung in der Region zu verbessern“, sagte Regierungspräsidentin Judith Pirscher.

„Digitaler Wandel findet in allen Handwerksbranchen statt, daher haben wir die Investitionen auch auf verschiedene Bereiche verteilt“, erklärte Dr. Maribel Illig, Geschäftsführerin des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer. So wird das Berufsbildungszentrum drei weitere 3D-Drucker anschaffen. Mit dem Drucker lernen die Teilnehmenden im Fachbereich Metall die additive Fertigung kennen und können im Vergleich zur subtraktiven CNC-Technik die Vor- und Nachteile des jeweiligen Verfahrens einschätzen. Im Fachbereich Heizung – Sanitär – Klima wird die Handwerkskammer 3D-VR-Brillen sowie eine entsprechende Hard- und Software anschaffen. Mit diesen virtuellen Instrumenten lernen die Teilnehmenden, Bäder fachgerecht dreidimensional zu planen und zu visualisieren. 

Des Weiteren werden zwei Fachräume für Elektrotechnik neu ausgestattet und neue Geräte für speicherprogrammierbare Steuerung im Bereich Gebäudesystemtechnik angeschafft. In den Räumen kann die jeweilige Lehrkraft mit einer Software jeden Arbeitsplatz individuell einstellen.

Der Fachbereich Kfz in Lemgo ist anerkannte Schulungsstätte für Hochvoltschulungen. Daher wird ein weiteres E-Fahrzeug angeschafft, an dem diese anspruchsvolle Technik erlernt werden kann. Mit neuen Tablets wird die digitale Dialogannahme geübt werden. Um der wachsenden Zahl an Fortbildungskursen im Konditorenbereich (Meistervorbereitung und Chocolatier) sowie im Fachverkauf gerecht zu werden, wird die Handwerkskammer auch dort zahlreiche Anschaffungen vornehmen. Ebenso wird der wachsende Fachbereich Friseur / Kosmetik mit neuen Geräten für die Mesotherapie und die Dermomassage sowie einer Ultraschall-Peelingeinheit ausgestattet werden.

Schließlich erhält die Zahntechnik 3D-Desktop-Scanner, mit denen zu Übungszwecken Gipsmodelle eingescannt und mit einem 3D-Drucker zu Prothetik-Bauteilen weiterverarbeitet werden können. Im gesamten Berufsbildungszentrum wird die EDV ausgebaut und über 50 neue Tablets stehen den Lehrgangsteilnehmenden zur Verfügung.

„Dank der großzügigen Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen bleibt unser Berufsbildungszentrum weiterhin eine der modernsten Bildungsstätten in Deutschland“, sieht Hauptgeschäftsführer Dr. Prager sein Haus für die Zukunft gut aufgestellt.

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